SV der Züchter gestreifter Zwerg-Wyandotten

Chronik

 
Zum 50jährigen Bestehen des Sondervereins der Züchter gestreifter Zwerg-Wyandotten

Liebe Freunde des Sondervereins, lieber Leser,
verzeihen Sie mir bitte, dem Chronisten, wenn ich nicht, wie ich es mir vorgestellt habe, alle Einzelheiten nach Jahren genau nachvollzogen habe. Beim Schreiben dieser Zeilen ist mir bewusst geworden, was 50 Jahre bedeuten. Vieles haben die Gründer unseres Sondervereins, gerade in den ersten 15 Jahren nach der Gründung durch den verhängnisvollen 2. Weltkrieg und seine Folgen, mitmachen und erdulden müssen. Ein großer Teil des Zuchten war auf Grund von Futtermangel nicht mehr vorhanden oder wurde der Ernährung der Familie geopfert. Der Kontakt zu den Freunden war nur noch bedingt möglich und jeder versuchte auf seine Weise zu überleben. Darunter litt in besonderem Maße das Vereinsleben und nur wenige Unterlagen geben Zeugnis von der damaligen Zeit. Das es mir dennoch möglich ist, einiges aus der Gründungszeit aufzuzeigen, verdanke ich meinem verstorbenen Freund und Herauszüchter der gestreiften Zwerg-Wyandotten, Zuchtfreund Richard Günther, Leipzig. Von ihm habe ich einige Wochen vor seinem Tod alle Unterlagen über die Herauszüchtung der Rasse und auch wenige Unterlagen über die Anfangsjahre des Sondervereins erhalten.
 
Diesen Unterlagen ist zu entnehmen, dass der Sonderverein am 5. März 1933 im Gasthaus „Krone“ in Dreieichenhain-Sprendlingen auf Anregung des Zuchtfreundes Philipp Knecht, Götzenhain, gegründet wurde. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten: Georg Weber, Langen; Wilhelm Reiner, Sprendlingen; Georg Petrie, Sprendlingen und Adolf Lang, Großumstadt. Zum Vorsitzenden wurde Zfr. Ph. Knecht gewählt, Geschäftsführer wurde Adolf Lang.
 
Betrachten wir die Gründung aus heutiger Sicht, so müssen wir davon ausgehen, dass die damaligen Gründer zu einem Zeitpunkt zusammengekommen waren, zu dem sich schon abzeichnete, dass auch die Gleichschaltung aller Geflügelzüchter erfolgen und eine neue Organisationsform die bisherige ablösen würde. Ziel der Gründer war es, die Züchter der gestreiften Zwerg-Wyandotten in einem Sonderverein zusammenzufassen, um damit den Fortbestand der Rasse zu sichern.
 
Geführt wurde der Sonderverein unter dem Namen „Sonderverein der Zwerghuhnzüchter, Gruppe gestreifte Zwerg-Wyandotten“. Aus einem Brief des Zuchtfreundes A. Lang an Richard Günther geht hervor, dass Zuchtfreund Günther die Mitgliedsnummer 8 erhielt. Er war es auch, der die erste Musterbeschreibung mit Rassebild anfertigte. Damit sie jeder Züchter immer bei sich haben konnte, wurde diese auf eine Doppelkarte gedruckt. Für die Anfertigung, die Richard Günther kostenlos vornahm, wurde ihm für das erste Jahr der Beitrag erlassen.

In einem Aufruf an alle Züchter gestreifter Zwerg-Wyandotten wurde in der Geflügelwelt, der Geflügel-Börse und der Süddeutschen Tierzeitung über die Gründung des Sondervereins berichtet. Leider fehlen aus dieser Zeit die Mitgliederzahlen und weitere Namen. Bis zum Jahr 1943 war Ph. Knecht 1. Vorsitzender. Wegen beruflicher Überlastung hat er das Amt niedergelegt und Richard Günther wurde kommissarischer Vorsitzender. Da dieser aber während des Krieges selbst stark belastet war, konnte er das Amt nicht ausüben und bat Hans Günther, die Geschäfte zu führen. Zuchtfreund Lang, der noch 1935 und 1937 einige Beiträge in der Fachzeitschrift über die gestreiften Zwerg-Wyandotten veröffentlicht hatte, war inzwischen verstorben, so dass die ganze Arbeit von Hans Günther bewältigt werden musste. Dank seiner rührigen Tätigkeit erhielt der Sonderverein einen kolossalen Auftrieb. Auch werden die Futterzuteilungen im Krieg und die Tatsache, dass von Zwerghühnern keine Eier abgeliefert werden mussten, dazu beigetragen haben. Waren es 1943 45 eingetragene Mitglieder, so wuchs die Zahl sprunghaft an bis zu den letzten Aufzeichnungen mit der Mitgliedsnummer 556.
Im Ausstellungswesen gab es nach 1933 große Veränderungen. So waren die Tage der Hannoverschen Junggeflügelschau gekommen. Der gewohnte Aufbau in der Stadthalle, das eingelieferte Tiermaterial, die vielen Tausenden von Besuchern, alles bot das gleiche Bild wie in den vergangenen Jahren. In diesem Jahr waren es aber die Vertreter des neuen Reichsverbandes der Geflügelwirtschaft, die in ein „Herzlich willkommen in Hannover“ entboten. Der Geist von Hannover sollte ein anderer werden. Von hohen Masten grüßten die Fahnen der neuen Machthaber und Uniformen veränderten das Bild der Besucher. Hannover 1933 sollte nach dem Willen der Reichsfachschaft 2 nicht nur eine Ausstellung, sondern auch eine große Kundgebung der deutschen Rassegeflügelzucht sein. Die vielen Züchter aber, die auch 1933 nach Hannover kamen, feierten ihre Junggeflügelschau in altgewohnter Weise und ließen sich nicht von Neuerungen und Äußerlichkeiten beeindrucken. Hannover blieb Hannover, trotz er erzwungenen Veränderungen und der Neuordnung im Verbandswesen. 
Die Fachschaftsleitung hatte sich auch schnell einige Änderungen auf dem Gebiet der Ausstellungen einfallen lassen. So wurde 1934 die Hannoversche Junggeflügelschau zur „Deutschen Junggeflügelschau“ erhoben. Die Nationale Rassegeflügelschau wurde durch eine Reichsschau ersetzt. Schon 1934 erfolgte die Umorganisation des Reichsverbandes der Geflügelwirtschaft in den Reichsverband Deutscher Kleintierzüchter. Dem Katalog der 5. Reichskleintierschau vom 06. bis 08. Januar 1939 in Leipzig ist zu entnehmen, dass bei dieser 89 gestreifte Zwerg-Wyandotten, damals noch in einzelne Klassen aufgeteilt, ausgestellt waren. Beide Siegertiere stellte Wilhelm Martens, Delmenhorst, der wie mir Richard Günther berichtete, in dieser Zeit zu den erfolgreichsten Ausstellern des Sondervereins zählte. Auf Zfr. Ph. Knecht, Richard Günther, H. Sarpe, Wilhelm Wege, Rud. Fleischmann, E Horstmann, M. Torweide und Georg Repp waren erfolgreich.
 
Gern hätte ich aus dieser Zeit noch mehr Bilder von den Gestreiften gebracht, aber sie waren nicht zu bekommen oder in der Qualität so schlecht, dass eine Wiedergabe nicht möglich war. 
Das Jahr 1945 war für alle das Jahr der großen Ungewissheit. Als es sein Ende nahm, standen wir in Deutschland immer noch vor einer ganz dunklen Zukunft. Das Vaterland war in vier Besatzungszonen aufgeteilt und einige Gebieter wurden vollkommen von uns abgetrennt. Der Wille zum Überleben war überall sichtbar, auch die Rassegeflügelzüchter fanden sich wieder zusammen und überlegten, wie man wieder anfangen konnte. Für unseren Sonderverein war es Walter Jansen, Lintfort, der den Versuch unternahm, die Züchter des Sondervereins in der Westzone wieder zu vereinigen. 1949 wurde Walter Jansen zum Vorsitzenden des Sondervereins der Züchter gestreifter Zwerg-Wyandotten(Trizone) gewählt. Zfr. Jansen verfügte noch über ein Mitgliederverzeichnis aus der Zeit vor 1945. Danach wurden alle ehemaligen Mitglieder angeschrieben und um Stellungnahme gebeten, ob eine Mitgliedschaft weiterhin bestehen bleiben sollte. Das Ergebnis dieser Aktion war erschütternd, denn von vielen Seiten kam die Nachricht, dass der Angeschriebene inzwischen verstorben, gefallen oder noch in Kriegsgefangenschaft sei. Vielen war das Halten von Zwerghühnern durch den Verlust ihrer Häuser oder Grundstücke nicht mehr möglich. Dennoch wurden laut einer aufgestellten Mitgliederliste 122 Mitglieder erfasst, die bereit waren, die Zucht unserer Gestreiften weiter zu betreiben. In dieser Mitgliederliste sind neben vielen Namen auch Zuchtfreunde, die heute noch aktiv sind, so u.a. Wilhelm Martens, Delmenhorst, und Peter Flauaus, Hähnlein. Des weiteren Zuchtfreunde, die den älteren unter uns noch geläufig sind und vieles für die Gestreiften und den Sonderverein geleistet haben. So die Zuchtfreunde Gustav Bäuerle, Esslingen; Robert Drohne, Braunschweig; Ernst Donis, Eschwege; Albert Evens, Frankfurt; Gustav Fritz, Heilbronn; Philipp Knecht, Götzenhain; Alfred Meyer, Solingen; Georg Repp, Mühlheim; Heinrich Sarpe, Enger; Heinrich Viel, Rücklingen und Richard Wiele, Braunlage. Als Preisrichter für unsere Rasse fungierten in dieser Zeit Gustav Bäuerle, Albert Evens, Walter Jansen, Max Leuchtenberg, Wilhelm Martens und Josef Sünskes. Was 1945 noch niemand für möglich gehalten hatte, dass so bald wieder eine Geflügelausstellung durchgeführt werden würde, war dank der Unterstützung und Befürwortung der britischen Besatzungsmacht schon 1947 in Hamburg möglich. Vom 14. bis 16. November fand die „Große Hamburger Geflügelschau“ statt. 3.000 Tiere, darunter auch 108 gestreifte Zwerg-Wyandotten, zeigten sich einer großen Besucherzahl. Der Katalog enthielt nur die Namen der Aussteller und die Rasse, Bewertungsnoten musste der Besucher selbst eintragen. Den besten Hahn stellte Zfr. Franke, Bremervörde, und erhielt das Blaue Band von Hamburg, Wilhelm Martens zeigte die beste Henne, errang ebenfalls das Blaue Band und auf 14 weitere Tiere einen LVE und zwei Ehrenpreise. Außer den erwähnten Züchtern stellten noch aus: Jansen, Oldenburg; Born, Norden; Ostendorf, Dinklage, und weitere Züchter, die aber bei späteren Ausstellungen nicht mehr anzutreffen waren. 
Ein absoluter Höhepunkt der Aufbauarbeit innerhalb der deutschen Rassgeflügelzucht war die erste Deutsche Junggeflügelschau nach dem Krieg im Oktober 1948 in Hannover. Hierzu schrieb Wilhelm Ziebertz in einem späteren Rückblick: Wenn man sich schon vorher hier und auf großen Ausstellungen wiedergefunden hatte, so darf man wohl sagen, dass es selten ein Fest der Wiedersehensfreude in der Rassegeflügelzucht gegeben hat, wie es die erste Veranstaltung des Hannoverschen Geflügelzuchtvereins von 1869 war.
Auch für unseren Sonderverein kann diese Ausstellung als die erste geschlossene Schau nach 1945 angesehen werden. 130 gestreifte Zwerg-Wyandotten stellen sich dem Richter Hermann Sewing. 9 Ehrenpreise und 10 Zuschlagpreise wurden vergeben, dazu dreimal die Note „sg“ ohne Preis. Alles andere erhielt die Noten „g“ oder „b“. Erfolgreiche Aussteller waren: Ph. Knecht (0,1 BB und 2 x E), Wilhelm Martens(2 x E); weitere Ehrenpreise gingen an Coldewey, Klasmeier, Evens, Krömker und Elbracht. Zuschlagpreis erhielten Schinke, Evens, Meyer, Münch, Levente, Silker, Flauaus und Hartmann. Interessant die Verkaufspreise: sehen wir einmal von den Schutzpreisen ab, so lagen sie zu dieser Zeit zwischen 35 und 150 DM.
1949 wurden in Hannover 89 gestreifte Zwerg-Wyandotten ausgestellt. Erfolgreich auch hier wieder Ph. Knecht (auf 0,1 sg BB und 2 x E). Die weiteren Preistiere zeigten W. Martens, H. Wiele, Münch, Bäuerle, Flotho, Dr. Wedekind, Schinke, Sarpe, Schomburg, Hartmann, Meyer und Spilker. 13 Sg-Tiere blieben ohne Preis. Gerichtet wurden die Gestreiften vom Vorsitzenden des Sondervereins, Zfr. Walter Jansen. Wenn auch die Tierzahl von 1948 nicht erreicht wurde, so konnte man bei den gezeigten Tieren schon eine deutlichte Verbesserung in den Qualitätsnoten feststellen. Hannover war schon immer die führende Schau der Rassegeflügelzüchter, so auch für uns. Stets waren wir mit einer Hauptsonderschau beteiligt, darum möchte ich in einer gesonderten graphischen Darstellung die einzelnen Jahre festhalten. 
Nur eine relativ kurze Zeit war es Zfr. Walter Jansen vergönnt, die Geschicke des Sondervereins zu lenken. Aus Gesundheits- und Altersgründen musste es dieses Amt im Jahr 1952 abgeben. Er hatte trotz seines Alters das Ziel erreicht, der Sonderverein war wieder vereint! Die ersten Ausstellungen durfte er noch miterleben und sich über den Fortschritt freuen. Um eine bessere Betreuungsmöglichkeit der einzelnen Züchter zu haben, wurde von Zfr. Jansen in den einzelnen Zonen SV-Gruppen gebildet. Wie sich später herausstellte, hat dieses aber nicht zum Erfolg geführt, sondern dem Hauptverein eher geschadet. In dieser Zeit in ein Umbruch im Mitgliederbestand zu verzeichnen. Verhältnismäßig viele, länger aktive Züchter beendeten die Zucht und nur wenige neue Freunde stießen zu uns. Der Sonderverein schrumpfte auf nur 49 Mitglieder! Als Nachfolger von Zfr. Jansen wurde Wilhelm Martens zum 1. Vorsitzenden gewählt, Geschäftsführer wurde Dr. Wedekind, Hameln. Zur Unterstützung von Zfr. Wedekind wurde Karl Probst anlässlich der Hauptversammlung im Jahr 1955 in Hannover in den Vorstand gewählt. 
Die Aufgabe von Zfr. Probst bestand darin, durch Rundschreiben, in denen über die Sonderschauen berichtet wurde, die Mitglieder zu informieren, züchterische Erkenntnisse und Empfehlungen weiterzugeben und die auch an Aussteller außerhalb unseres Sondervereins. Ab dieser Zeit war ein kontinuierliches Steigen der Mitgliederzahlen festzustellen. Wahrscheinlich trug auch die anerkannt gute Wirtschaftlichkeit der Rasse dazu bei.
1958 war das Jahr des 25jährigen Bestehens des Sondervereins. Unsere Jubiläumsschau wurde der Nationalen Rassegeflügelschau, die im Januar in Köln stattfand, angegliedert. 108 Tiere wurden ausgestellt und von Sonderrichter Wilhelm Martens bewertet. Zwei Ölgemälde mit jeweils 1,1 Tieren unserer Rasse, gemalt von Tiermaler Witzmann, waren die Jubiläums-Ehrenpreise. Den Siegerhahn stellte Opa, wie wir ihn alle nannten, die beste Henne zeigte Karl Rogge. In einer abgehaltenen Versammlung wurde das 25jährige Jubiläum unseres Sondervereins in würdiger Form begangen.
Schon vorher zur Deutschen Junggeflügelschau stellte Zfr. Probst den Antrag, die bestehenden Gruppen aufzulösen. Diesem Antrag wurde zugestimmt und damit lag die Betreuung aller Mitglieder allein beim Vorstand. Ein Beschluss, der sich in den kommenden Jahren günstig auf die Weiterentwicklung unseres Sondervereins auswirkte. 
Wenige Tage nach der Jubiläumsschau in Köln erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser Zuchtfreund Richard Günther, Leipzig, am Sonntag, den 19. Januar, vier Tage vor seinem 79. Geburtstag, sanft entschlafen ist. In einem Nachruf des Vorsitzenden der Spezialgemeinschaft der Züchter gestreifter Zwerg-Wyandotten, Kurt Engelmann, wurden die Verdienste des Verstorbenen gewürdigt, dessen vollen Wortlaut hier wiedergegeben wird: „45 Jahre war unser langjähriger Ehrenvorsitzender und Begründer unserer Rasse in seltener Treue und Opferbereitschaft unserer Zwerghuhnzucht verbunden.1913 konnten zum ersten Male auf einer Schau in Leipzig vom ihm gezüchtete gestreifte Zwerg-Wyandotten gezeigt werden und von Jahr zu Jahr wurden nun diese weiterentwickelt. Noch die letzte Lipsia-Schau 1957 brachte ihm schöne Erfolge. Seine reiche Erfahrung hat er allen Zuchtfreunden immer gern weitervermittelt, so dass heute unsere schöne Rasse ein hohes Niveau erreicht hat. Durch seinen Tod ist eine Züchterpersönlichkeit von uns gegangen. Seine Liebe zum Tier und sein offenes und frohes Wesen sollen uns immer Vorbild sein“.
Der Start für das Ausstellungsjahr 1959 erfolgte wieder in Hannover. 146 Tiere wurden von den Mitgliedern des SV ausgestellt und von SR Wilhelm Martens und Preisrichter Schmuck bewertet. Das beste Tier zeigte Peter Flauaus; auf eine feine Henne erhielt er das Blaue Band. Verbunden mit dieser Schau war wiederum unsere Hauptversammlung, die von 38 Mitgliedern besucht war. In der Vorstandswahl bat der 1. Vorsitzende Wilhelm Martens, von seiner Wiederwahl Abstand zu nehmen, da er aus beruflichen Gründen für den SV nicht mehr in dem Maße tätig sein könne, als es notwendig sei. An seine Stelle wählte man Karl Probst zum 1. Vorsitzenden. Zweiter Vorsitzender wurde Wilhelm Martens, Kassierer Dr. Wedekind in seinem Amt bestätigt. Zum Schriftführer wurde Karl-Heinz Peters, Gütersloh, und als Beisitzer Peter Flauaus, Hähnlein, gewählt. Sieben neue Mitglieder wurden in dieser Versammlung aufgenommen. Im gleichen Jahr wurde im Rückblick auf das 25jährige Bestehen eine Broschüre herausgebracht, die die Entstehung unserer Rasse und die Gründung des Sondervereins beinhaltete. Gute Fotos zeigten den Stand der Rasse und die gewünschte Zuchtrichtung. Das abgedruckte Mitgliederverzeichnis zeigt uns, dass zu dieser Zeit dem Sonderverein 4 Ehrenmitglieder und 60 Mitglieder angehörten. Ehrenmitglieder waren Ludwig Bödecker, Hannover; Albert Evens, Frankfurt; Philipp Knecht, Götzenhain; und Heinrich Sarpe, Enger. Hauptanliegen des neuen Vorstandes war es, nicht nur züchterisch Erfolg zu haben, die Mitglieder sollten sich auch gegenseitig besser kennenlernen. Zu diesem Zweck traf sich ein kleiner Kreis erstmals zu Pfingsten 1960 in Hofgeismar. Von diesen Zuchtfreunden wurde angeregt, alljährlich ein Sommertreffen durchzuführen. Was niemand erwartet hatte, wurde zu einem großen Erfolg. Zunächst konnten diese Treffen hauptsächlich in der Zuchtanlage von Zfr. Probst durchgeführt werden. Besonders Danken möchten wir Frau Probst für die Tatkräftige Unterstützung im Namen des Sondervereins. Diese Treffen, verbunden mit der Jahreshauptversammlung und fachlicher Information, sollten den Mitgliedern außerdem mehr freie Zeit bei den Großschauen einräumen. Nach einigen Jahren wurden diese Treffen im jährlichen Wechsel an weiteren Orten im Bundesgebiet durch SV-Mitglieder organisiert. Wenn auch zunächst noch wenige den Weg zu diesen Treffen wagten, nahm die Zahl von Jahr zu Jahr zu, so dass am heute immer mit 70 bis 80 Personen rechnen kann. Diese zwei Tag im Jahr haben dazu geführt, dass der Sonderverein eine große Gemeinschaft geworden ist und viele Freundschaften entstanden sind.
Einige Sorge bereitete auch die Preisrichterangelegenheit. Durch das Ausscheiden der älteren Sonderrichter mussten junge, erfahrene Züchter gefunden werden, die bereit waren, sich als Richter und Sonderrichter ausbilden zu lassen. Nicht wäre für unsere Rasse schlechter gewesen, als sie von nicht rassekundigen Richtern bewerten zu lassen. Zuchtfreund Peter Flauaus war der erste, der sich zur Verfügung stellte. So richtete er im Jahr 1958 bei der Allgemeinen Rassegeflügelschau in Frankfurt zur Zufriedenheit aller zum ersten Mal unsere Tiere. Im Jahr 1963 legte Karl-Heinz Peters die Prüfung zum Sonderrichter ab. Heute sind wir in der glücklichen Lage, im Wechsel bei den einzelnen Sonderschauen nachstehende Sonderrichter einsetzen zu können: Wilhelm Martens, Peter Flauaus, Karl-Heinz Peters, Kurt Vogel, Klaus Haar, Siegfried Grenz und Horst Peschen. Zuchtfreund Hermann Wiermann kann dieses Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Erfreulich ist aber auch, dass jüngere Freunde dabei sind, sich zum Preisrichter ausbilden zu lassen. Weitere werden, so hofft der Verfasser, noch folgen. 
Im Jahr 1965 wählte man Zuchtfreund Peter Flauaus zum 2. Vorsitzenden und 1969 löste Gerhard Riehm, Grebenstein, den langjährigen Geschäftsführer Dr. Karl Wedekind ab. Zu dieser Zeit zählte der Sonderverein 114 Mitglieder. Seit damals ist der Vorstand in seiner Besetzung erhalten geblieben. Ein Wechsel trat von Zeit zu Zeit nur bei den Beisitzern ein. 
Die jüngste Zeit ist und allen noch zu gegenwärtig, so dass sich der Verfasser ersparen möchte, im einzelnen darauf einzugehen. Aus kleinsten Anfängen heraus ist der Sonderverein in den vergangen 50 Jahren zu einer großen Gemeinschaft geworden. Diese zu erhalten, ist uns und der nach uns kommenden Generation höchste Verpflichtung.
Verfasser: Karl Probst, Hofgeismar
 
 
Der Sonderverein in den Jahren von 1983 bis 2008
 
Der SV wurde im Jubiläumsjahr 1983 vonfolgendem Vorstand geführt:
 
1.      Vors. Karl Probst, Hofgeismar
   
2.      Vors. Peter Flauaus, Hähnlein
   
Schriftführer: Karl-Heinz Peters, Gütersloh
 
Kassierer: Gerhard Riehm, Grebenstein
 
Die Sommertagung, JHV und HSS wurden als Jubiläumsveranstaltung am 1./2. Okt. 1983 in Hähnlein durchgeführt. Am Samstagabend fand aus diesem Abend ein Festabend mit den Hähnleiner Zuchtfreunden statt. -  Weitere Sonderschauen waren im Jubiläumsjahr den Schauen in Münster, Hannover, Nienburg und auf der Nationalen in Frankfurt angeschlossen.
Im Jahre 1984 wurde die Sommertagung mit JHV vom Ehepaar Waltraud und . Karl Probst in Hofgeismar ausgerichtet. Als 2. Schriftführer wurde Reinhard Jathe gewählt, der im Laufe der Jahre alle Berichte über unseren SV und unsere Rasse zu einem Archiv zusammengetragen hat.  Die HSS führten in diesem Jahr die Zfrd. Reinhard Vogt, Egon Voß und Fredi Reinke in Herford-Schwarzenmoor durch.  Insgesamt wurden auf dieser HSS 226 Tiere gezeigt. Weitere Sonderschauen fanden  auf der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover (155 Tiere), in Münster (123) und der Nationalen in Nürnberg (196) statt.
Die HSS im Jahre 1985 wurde  im Oktober 2005 vom Ehepaar Probst in Hofgeismar durchgeführt, vorgestellt wurden 260 Tiere. Während dieser HSS fand auch die JHV statt. Auf dieser JHV kandidierte Peter Flauaus aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr für das Amt des 2. Vorsitzenden. Neuer zweiter Vorsitzender wurde Klaus-Dieter Stork, neuer Kassierer Fredi Reinke, da Gerhard Riehm im Jahr zuvor verstorben war. Beisitzer im Vorstand wurden Hans Flauaus und Gerd Eickholz. Weitere Sonderschauen wurden den Schauen in Münster, in Hannover (192 Tiere), der Deutschen Zwerghuhnschau in Köln (47) und der Nationalen in Dortmund (117) angegliedert. Im Jahre1985 gehörten dem SV 172 Mitglieder an.

Die HSS im Jahre 1986 mit 222 Tieren führte uns nach Rodgau (AL K.D. Stork), bewertet wurden die Tiere auf der HSS von den SR Grenz, Peschen, Peters und Kurt Vogel. Die JHV wurde wieder während der HSS durchgeführt, da in diesem Jahr keine Sommertagung stattfand. Sonderschauen waren  der Deutschen Zwerghuhnschau in Münster (114 Gestreifte), Hannover (163) und der Nationalen in Neumünster (88) angeschlossen. In der Fachpresse wurde ein neues Musterbild unseres Farbenschlages im Zusammenhang mit einem Rasseartikel von K.H. Peters veröffentlicht. Züchterisch wurde bemängelt, dass eine Reihe von Tieren zu wenig Rückenlänge zeigten und dass die Steigungslinie der Hennen auf halber Höhe zum Schwanzende hin abfiel. – Auf einer Werbeschau unseres Farbenschlages in Hamburg (59) wurde Franz Gertz als PR eingesetzt. In diesem Jahr wurde auch Gerhard Eickholz als SR für unsere Rasse ernannt.
 
 
Die Sommertagung mit JHV wurde im Mai 1987 von Gerd Eickholz in Ascheberg durchgeführt, es waren 34 Mitglieder anwesend. Auf dieser JHV wurde Hans Flauaus zum 1.Vorsitzenden gewählt, Karl Probst wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der Jahresbeitrag des SV wurde von 15 auf 20 DM angehoben. – Willi Martens, einer unserer SR und 1. Vors. des SV von 1952 bis 1959, verstarb im Juli 1987. Der Mitgliederbestand betrug in diesem Jahr 167. Die HSS fand als „Willi-Martens-Gedächtnisschau“ in Herford-Schwarzenmoor (409 Tiere) statt, weitere SS wurden in Münster (91), Hannover (179), anlässlich der Deutschen Zwerghuhnschau im November in Dortmund (65), der Nationalen im Dezember ebenfalls in Dortmund (111), Werbeschauen in Hamburg und Nürnberg (127 Nr.) durchgeführt.
  
Am 1. Mai 1988 fand in Hofgeismar eine Vorstandssitzung mit den SR statt. Diese Einrichtung wurde auch in den folgenden Jahren jeweils am 1. Mai beibehalten. Der Mitgliederbestand betrug in diesem Jahr 171. Die Sommertagung wurde im August 1988 in Schlitz (Ausrichter Siegfried Grenz und Joachim Kaleja) durchgeführt. Franz Gertz wurde auf dieser JHV zum SR ernannt.  Im September fand ein regionales Züchtertreffen in der Zuchtanlage von Erich Heidner in Nürnberg statt (15 anwesende SV-Mitglieder). Die HSS richteten wieder Reinhard Vogt mit Egon Voß und Fredi Reinke in Herford-Schwarzenmoor aus, 41 Züchter stellten 320 Tiere vor. –Weitere SS wurden den Schauen in Münster (110), der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover (200) und  der Nationalen mit Deutscher Zwerghuhnschau in Frankfurt (218) angeschlossen. Anlässlich der Nationalen in Frankfurt wurde Peter Flauaus zum Ehrenmitglied des Zwerghuhnverbandes ernannt.
 
Die Vorstandssitzung mit den SR fand am 1. Mai 1989 wieder in Hofgeismar statt, während die 29. Sommertagung mit JHV von Karlheinz Kleindienst in Marktredwitz durchgeführt wurde. 21 Mitglieder waren dort anwesend.Der Kassenbestand betrug damals rund 7.000 DM. -  Die HSS wurde zum 7. Male  vom Herforder Züchtertrio um Reinhard Vogt in Herford-Schwarzenmoor ausgerichtet (396 Tiere). SS wurden den Schauen in Münster (136), Hannover (207), Dortmund (zweite Deutsche Wyandottenschau, 65 Tiere) und der Nationalen in Nürnberg (277) angeschlossen. Hier waren durch die überraschende Grenzöffnung und den Zusammenbruch der DDR erstmals auch Züchter aus der DDR als Besucher anwesend, darunter auch der Geschäftsführer der SZG,Rolf Beier.
 
 
Am 1. Mai  1990 fand die Vorstandssitzung mit den SR wieder in Hofgeismar statt, auch die 30. Sommertagung (Ausrichter Karl und Waldtraud Probst) am ersten Septemberwochende. An beiden Veranstaltungen nahmen auch Zfrd. aus der DDR teil. Im Jahre 1990 wurden folgende Sonderschauen durchgeführt: Die HSS von Hans-Peter Flauaus in Alsbach-Hähnlein (Standgeld 7 DM), weitere in  Hannover, der Deutschen Zwerghuhnschau in Köln und der Nationalen in Dortmund.
 
 
Die Sommertagung mit JHV wurde von der Familie Krane 1991 in Gütersloh durchgeführt, anwesend waren 35 Mitglieder. Eberhard Fritzsch und Kurt Vogel wurden zu Beisitzern in den Vorstand gewählt. Dem SV gehörten zu diesem Zeitpunkt 162 Mitglieder an. Die HSS fand Anfang Oktober 1991 in Huchenfeld statt (Ausrichter Gerhard Volz), 26 Aussteller zeigten 199 Tiere. Anlässlich der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover wurde Karl Probst, unserem Ehrenvorsitzenden, der Goldene Ehrenring des BDRG verliehen. Sonderschauen wurden in Münster (126), Hannover (173), Nationale Köln (136)  und Oldenburg (85) durchgeführt. - Im Laufe des Jahres hatten sich über 20 neue Mitglieder aus der ehemaligen SZG angemeldet. An einer Versammlung der SGZ am 27.10.1991 in Erfurt nahmen auch Vorstandsmitglieder des SV teil. – Es bestand Einigkeit, die SZG aufzulösen. Jedem Mitglied wurde freigestellt, sich dem SV anzuschließen. Die Mitgliedsjahre in der SGZ wurden im SV voll angerechnet. Die Mitgliedschaft im SV beginnt am 1.1.1991. Damit stießen mit Wolfgang Dubrau und Eberhard Fritzsch auch zwei weitere SR für unseren Farbenschlag zum SV. 
 
Am 01. Mai 1992 fand in Hofgeismar die Vorstandssitzung mit den SR statt. Karl Probst wurde im Mai 1992 für seine Verdienste um die Rassegeflügelzucht das Bundesverdienstkreuz verliehen.
 
Die HSS wurde gemeinsam mit der Sommertagung Anfang  Okt.1992 in Schlitz durchgeführt, um möglichst vielen Züchtern aus der ehemaligen DDR die Teilnahme und den Besuch zu ermöglichen. Dort fand am Freitagabend die JHV statt, anwesend waren 43 Mitglieder, davon 8 aus den neuen Bundesländern. Unser Mitgliedsbestand stieg durch den Beitritt der Zuchtfreunde aus den neuen Bundesländern auf 186. Zu Ehrenmitgliedern des SV wurden auf dieser JHV Walter August, W. Frost und H. Steinkamp ernannt. Ausrichter der HSS  in Schlitz und der Tagung waren die Zuchtfreunde Siegfried Grenz und Joachim Kaleja. Auf der HSS wurden 325 Tiere gezeigt, erstmals auch unter Beteiligung von Ausstellern aus den neuen Bundesländern. - Weitere Sonderschauen wurden den Schauen in Münster (139), Hannover (158), der Deutschen Zwerghuhnschau in Stuttgart (87), der Wyandottenschau in Dortmund (47),  Erfurt und der Nationalen in Frankfurt (138) angegliedert.

Ende August 1993 fand die Sommertagung mit JHV in Tann-Lahrbach statt, organisiert von den Zfrd. M. Groß und S. Grenz. Anwesend waren 39 Mitglieder. Erstmals wurde mit Kurt Vogel für unseren SV ein Zuchtwart berufen. Als 1. Schriftführer wurden Siegfried Grenz, als 2. Schriftführer Rolf Beier gewählt. In der Deutschen Geflügelzeitung erschien ein Fachartikel über unseren Farbenschlag von K.H. Peters. Da 1993 Peter Flauaus aus Hähnlein verstorben war, fand die HSS gemeinsam mit den gelb-columbiafarbigen Zwerg-Wyandotten zu Ehren unseres ehemaligen Ehrenmitgliedes und SR in Babenhausen (292 Tiere)  als „Peter-Flauaus-Gedächtnisschau“ statt, Ausrichter war Zfrd. Stork. Sonderschauen wurden  1993 in Münster (109), Hannover (160), auf der Zwerghuhnschau in Dortmund (51), der Nationalen Dortmund (111) und in Leipzig (52) durchgeführt.
 
Die HSS mit Sommertagung und JHV wurde Anfang Oktober 1994 von Zfrd. Pirringer in Heilbronn ausgerichtet (250 Tiere). Musikalisch umrahmt wurde des verstorbenen Ehrenmitgliedes August Walter aus Kieselbach gedacht. Der Kassenbestand betrug 8.500 DM. Der Zuchtwart Kurt Vogel stellte als züchterisches Ziel heraus, die Relation zwischen der Gesamtzahl der Nachzucht und der Anzahl der ausstellungsfähigen Tiere zu verbessern. Besonderer Wert sollte in Zukunft auf gut entwickelte Steuerfedern gelegt werden. – Der SV beteiligte sich in diesem Jahr mit SS an der Deutschen Zwerghuhnschau in Mannheim (116), in Münster (126), in Hannover (165), der Nationalen in Dortmund (113), in Leipzig (70) und Erfurt (51).
 
Im Mai des Jahres 1995 fand wieder die Vorstandssitzung mit den SR in Hofgeismar statt. Dort wurde der Beschluss gefasst, künftig auf den HSS die Bänder von 4 auf 6 zu erhöhen. Die Sommertagung mit JHV wurde im August 1995 in Tann-Lahrbach durchgeführt, organisiert von S. Grenz. Dort wurden Dr. Friedrich Haselhuhn, Hermann Dettmar und Hans Jarzewski zu Ehrenmitgliedern des SV ernannt. Die 18. HSS fand Anfang Oktober, von AL Reinhard Vogt organisiert,  in den Züchterstuben in Herford statt und brachte ein Meldeergebnis von 406 Tieren. Anlässlich der Eröffnung wurde Friedrich Peter zum Ehrenmitglied des SV ernannt. Sonderschauen wurden im Jahr 1995 der Nationalen in Nürnberg (328 Tiere), in Münster (75), der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover (136), in Erfurt (46) und Leipzig (51) angegliedert. 
 
 
Am 1. Mai 1996 fand in Hofgeismar unsere Vorstandssitzung mit SR-Arbeitstagung statt. - Die Sommertagung mit JHV im August 1996 in Tann-Lahrbach wurde wieder von S. Grenz organisiert. Es waren 31 Mitglieder anwesend. Eine heiße Diskussion entstand durch die vom BZA vorgegebene Änderung der MB für alle Farbenschläge der Zwerg-Wyandotten,  den Schnabel bei den Hähnen gelb zu verlangen. Wir wünschten uns eine Änderung dieser Vorgabe, um einen dunklen Anflug am Oberschnabel zu tolerieren.  - Die 19. HSS wurde Ende August 1996 im Gemeindezentrum in Bad Salzschlirf (322 Tiere) durchgeführt (Ausrichter J. Kaleja und S. Grenz). Weitere Sonderschauen wurden der Deutschen Zwerghuhnschau in Münster (136), der Junggeflügelschau in Hannover (152), der Nationalen  in Frankfurt (184) und in Leipzig (24) angegliedert.

Auf der Vorstandssitzung mit SR-Arbeitstagung am 4. Mai 1997 wurde zur Intensität der Grundfarbe beschlossen: „ Die Streifung der Gestreiften soll klar abgegrenzt, weder zu dunkel noch zu hell sein. Wenn auch eine gewisse Bandbreite in der Intensität der Grundfarbe zulässig ist, darf die Halsfarbe nicht gegenüber den anderen Körperteilen absetzten.“ Die HSS mit Sommertagung und JHV fand Ende September 1997 in der Zuchtanlage Konkordia in Neumünster statt (AL Willi Sinterhauf). Anwesend waren 30 Mitglieder und 12 Gäste. Der Kassenbestand war auf rund 12.000 DM angewachsen. Dem SV gehörten zu diesem Zeitpunkt 158 Mitglieder an. Auf der HSS wurden von 26 Ausstellern 213 Tiere vorgestellt. Sonderschauen fanden im Jahre 1997 in Münster, Hannover (141), auf der Nationalen in Dortmund (122), auf der Zwerghuhnschau in Köln (91) und in Erfurt (55) statt.
 
Die Sommertagung führte uns Ende August 1998 wieder nach Tann-Lahrbach zur Familie Kehl, daran nahmen 28 Mitglieder teil. Dort wurde Franz Gertz zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt. Klaus Haar, Kurt Vogel und Klaus-Dieter Stork wurden auf dieser JHV zu Ehrenmitgliedern des SV ernannt.
  
Die HSS wurde von Zfrd. Otwald Piringer im Oktober 1998 in Heilbronn-Neckargartach durchgeführt. 26 Züchter stellten 215 Tiere aus. Otwald Piringer erwirtschaftete auf dieser Schau u.a. durch eine gute Tombola einen Betrag von 1.000 DM für die SV-Kasse. SS fanden in Hannover und  Leipzig statt. Anlässlich der Eröffnung der Schau in Hannover wurde Kurt Vogel zum Bundesehrenmeister ernannt. 
 
Die Sommertagung mit JHV fand im Jahre 1999  in Winterstein/Thüringen statt und wurde von Wilfried Herr organisiert. Zur JHV waren 16 Mitglieder erschienen. Da H.P. Flauaus nicht mehr kandidierte, wurde Eberhard Fritzsch zum neuen 1. Vors. gewählt, Ulrich Höhnke rückte als Beisitzer nach. Die 22. HSS wurde in Schlitz Ausrichter Joachim Kaleja) durchgeführt, dort wurden 255 Tiere gezeigt. Sonderschauen fanden in Hannover, auf der Deutschen Zwerghuhnschau in Dortmund und der Nationalen in Ulm statt. Anlässlich der Nationalen in Ulm wurde unser Mitglied Eduard Bartholomai, anlässlich der Bundesversammlung in Cottbus Siegfried Grenz zum Bundesehrenmeister ernannt.  In der Fachpresse erschien ein Artikel über unseren Farbenschlag von Franz Gertz. – 1999 verstarb unser Ehrenmitglied Friedrich Peter, Werther.
 
Seine bewegenden Worte über den Zusammenschluss der SGZ und des SV anlässlich der HSS 1995 in Herford sind uns allen in nachhaltiger Erinnerung.
  
Die Sommertagung mit JHV im Jahre 2000 führte uns ins Haus Düsse nach Bad Sassendorf, organisiert von Gerhard Eickholz. Hier wurde Joachim Kaleja zum neuen 2. Vors. und Detlev Weichert zum Zuchtwart des SV gewählt. Der Mitgliedsbestand betrug 166, davon waren auf der JHV 20 anwesend. Der BZA hat unserem Änderungsantrag für die MB zur Schnabelfarbe zugestimmt: “Lauffarbe gelb, Schnabelfarbe gelb, dunkler Anflug gestattet.“ 
Die HSS fand wieder im Züchterheim in Heilbronn-Neckargartach statt (Ausricher O. Piringer), ausgestellt wurden 191 Tiere. Weitere Sonderschauen wurden in Münster (113), auf der Deutschen Zwerghuhnschau in Köln (117), der Nationalen in Hannover (89), Nürnberg (182) und  Erfurt (67) durchgeführt.
 
 
Die Sommertagung mit JHV im Jahre 2001 wurde von Wolfgang Krane in Verl ausgerichtet. -Die HSS fand im November 2001 in Bad Salzschlirf (Ausrichter Joachim Kaleja und Siegfried Grenz) statt, auf der 242 Tiere vorgestellt wurden.
 
Sonderschauen wurden folgenden Schauen angegliedert: Deutsche Zwerghuhnschau in Münster (131 und 8 in der Jugendgruppe), Junggeflügelschau in Hannover (147), Nationale Frankfurt (125 und 14 in der Jugendgruppe) und  Leipzig (102 und 13 in der Jugendgruppe).
Im Jahre 2002 fand die Sommertagung mit JHV in Tann-Lahrbach (Ausrichter Siegfried Grenz), die HSS in Wunstorf (Ausrichter Detlev Weichert, 264 Tiere) statt. Weitere Sonderschauen wurden in Münster (73 Tiere), Hannover (126) und Erfurt (165) durchgeführt. Insgesamt wurden auf den Sonderschauen 629 Nr. vorgestellt, auf die es zehnmal die Höchstnote gab. 70 % der Tiere wurden mit sg oder darüber bewertet. Zu verbessern sind die Schwingenstreifung und die nötige Körperlänge der Tiere. In der Geflügelzeitung erschien in diesem Jahr ein Fachartikel über die Gestreiften von Eberhard Fritzsch. Ulrich Höhnke wurde in diesem Jahr zum SR für Gestreifte ernannt.
  
Die Sommertagung mit JHV fand im Jahre 2003 in Verl statt, Ausrichter war Wolfgang Krane. – Die HSS wurde in den Züchterstuben in Herford mit 300 Tieren (107,193) vom Züchtertrio Reinhard Vogt, Fredi Reinke und Egon Voss durchgeführt. Gleichzeitig fand im gleichen Lokal in Herford die HSS der weißen Zwerg-Wyandotten statt, mit denen wir einen gemeinsamen Züchterabend verbrachten. Weitere Sonderschauen waren in Hannover (141 Tiere), Münster, der Deutschen Zwerghuhnschau in Dortmund , der Lipsia in Leipzig und der Nationalen in Sinsheim (123 Tiere) angeschlossen. Zu verbessern sind bei den Gestreiften weiterhin die Körperlänge unserer Tiere, besonders bei den Hähnen, auch die Brustpartie dürfte bei einigen betonter sein. 
Erstmals gingen wir im Jahre 2004 mit der Sommertagung und der JHV nach Sachsen, in die Wiege der deutschen Rassegeflügelzucht. Eberhard Fritzsch richtete diese in Amtsberg aus. Bei einem Mitgliedsbestand von insgesamt 146 Mitgliedern waren 21 Mitglieder zur JHV erschienen. – Vom BZA wurde dem SV mitgeteilt, dass nach verschiedenen Gewichtserhebungen auf großen Schauen die Gewichte der Zwerg-Wyandotten allgemein  im Standard für den 1,0 auf 1 300 g und für die 0,1 auf 1 100 g angehoben wurden. In dieser JHV wurde nach intensiver Diskussion auf Vorschlag des Zuchtwartes Detlev Weichert der Beschluss gefasst, dass für einen Zeitraum von weiteren drei Jahren bei den Hennen bis zu zwei nicht völlig exakt gezeichnete Schwingen je Flügel wie in den vergangenen Jahren toleriert werden.
 
Die HSS fand im Jahre 2004 gemeinsam mit den gelb-schwarzcolumbiafarbigen Zwerg-Wyandotten in Schlitz (AL Joachim Kaleja) statt. Es wurden von 29 Züchtern 253 Gestreifte (98, 155) vorgestellt.  Weitere Sonderschauen wurden in diesem Jahr in Münster (127, davon 26 in der Jugendgruppe), in Hannover (49, 67 und 5,7 in der Jugendgruppe) und der Nationalen in Leipzig (219) durchgeführt.
 
Anfang des Jahres 2005 verloren wir durch den frühen Tod unseren SR  Hans Uffenkamp.- Die Sommertagung wurde im August von Siegfried Grenz wieder in Tann-Larbach organisiert, dort fand auch die JHV statt, auf der 26 Mitglieder anwesend waren. Ein Schwerpunkt dieser JHV war das Ringen um Formulierungen für unsere MB, da sich durch die Neuausgabe einer bebilderten MB durch den BDRG die Möglichkeit für Änderungen ergab. Darin wurde auch unsere neue Regelung für einzelne schwarze Schwingen bei den Hennen untergebracht. Die HSS führte Reinhard Vogt in den Züchterstuben in Herford durch. Von 23 Ausstellern wurden 236 Tiere vorgestellt. Weitere Sonderschauen wurden den Schauen in Münster (61 und 32 in der Jugendabteilung), Hannover (107 und 12 in der Jugendabteilung), der Deutschen Zwerghuhnschau in Sinsheim und auf der Nationalen in Dortmund  (105 und 38 in der Jugendabteillung) angegliedert. – In der Geflügelzeitung  erschien im August  dieses Jahres ein Artikel über die Gestreiften von unserem Zuchtwart Detlev Weichert.
 
Im Jahre 2006 fand keine eigenständige Sommertagung statt, die JHV wurde der  HSS in Bad Salzschlirf angeschlossen. Auf der 29. HSS in Bad Salzschlirf, die von Joachim Kaleja und Siegfried Grenz organisiert wurde, standen 178 Gestreifte. Dem SV gehörten im Jahre 2006 noch 138 Mitglieder an.  Da Detlev Weichert in der JHV nicht mehr für das Amt des Zuchtwartes kandidierte, wurde Siegfried Grenz zum Zuchtwart gewählt, Klaus Maasmeier rückte als 1. Schriftführer nach, während Harald Kress 2. Schriftführer wurde. Auf der Nationalen und Europaschau in Leipzig wurden 126 gestreifte Zwerg-Wyandotten vorgestellt. Europameister wurde auf dieser Schau Detlev Weichert. Weitere Sonderschauen wurden in Münster (84 plus 12 in der Jugendabteilung) und in Hannover (73 und 15 in der Jugendabteilung)durchgeführt.
 
Im Jahre 2007 gingen wir mit der 30. HSS einmal mehr zu Detlev Weichert nach Wunstorf. - Die Sommertagung wurde wieder von Siegfried Grenz in Tann-Lahrbach organisiert. Hier fand auch die JHV statt. Ein züchterisches Thema war erneut die Schwingenstreifung, da wir uns vorgenommen hatten, nach 3 erneut Bilanz zu ziehen. Es wurde daher abschließend folgender Beschluss zu diesem Problemkreis gefasst: „Wie in den vergangen Jahren bemühen wir uns weiter um die Verbesserung der Schwingenstreifung. – Es werden bei Hennen bis zu zwei nicht völlig exakt gezeichnete Schwingen je Flügel toleriert. – Bei in allen anderen Rassemerkmalen gleichwertigen Tieren werden stets die Tiere mit der besseren Schwingenstreifung vorgezogen.“ -Weitere Sonderschauen wurden der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover (85 und 6 in der Jugendabteilung), der Deutschen Zwerghuhnschau in Erfurt (113 und 6 in der Jugendabeilung), anlässlich der Lipsia in Leipzig (64 und 5 in der Jugendabteilung) und der Nationalen in Dortmund (93 und 5 in der Jugendabeilung) angegliedert.
 
Im Jahre 2008 wird unsere SV sein 75-jähriges Jubiläum feiern. Aus diesem Anlass findet anlässlich der Deutschen Junggeflügelschau in Hannover der Siegerring-Wettbewerb der gestreiften Zwerg-Wyandotten statt. Die Sommertagung mit JHV ist wieder für den August 2008 bei Dieter Kehl im Landhaus in Tann-Lahrbach geplant. Dort soll das ahmenprogramm für den Siegerring-Wettbewerb besprochen werden. – Die 31. HSS für 2008  wurde an die Zfrd. K.D. Stork und J. Bruder nach Rodgau vergeben. Eine weitere Sonderschau ist im Dezember 2008 anlässlich der Nationalen in Erfurt vorgesehen.
Der Vorstand setzte sich zu Beginn des Jahres 2008 wie folgt zusammen:

1.Vorsitzender: Eberhard Fritzsch, Gornau
 
2. Vorsitzender: Joachim Kaleja, Schlitz-Hutzdorf
 
Kassierer: Fredi Reinke, Enger

2. Kassierer: Reinhard Vogt, Bünde
 
Schriftführer: Klaus Maasmeier, Rietberg

2. Schriftführer: Harald Kress, Sinntal
    
Zuchtwart: Siegfried Grenz, Bad Salzschlirf

Beisitzer: Gerhard Eickholz und Ulrich Höhnke
 
Aktive Sonderrichter für unsere Rasse sind zu diesem Zeitpunkt:
 
Kurt Vogel, Mosbach

Siegfried Grenz, Bad Salzschlirf
   
Eberhard Fritzsch, Gornau
 
Wolfgang Dubrau, Bohrau

Gerhard Eickholz, Gütersloh 
 
Ulrich Höhnke, Benz

Siegfried Grenz